Die Romantik in Franz Schuberts "Winterreise"
Franz Schuberts Liederkreis, "Die Winterreise", ist ein sehr romantisches Werk, sowohl in dem Text wie auch in der Musik. Der Text ist von dem romantischen Dichter, Wilhelm Müller, und die Musik von Schubert.
Die Hauptfigur im Text ist ein romantischer Wanderer, der seine Geliebte an einen anderen Mann verliert. Der Wanderer hat keine Hoffnung sie wieder zu kriegen, und ist sehr einsam -- das zwölfte Lied des Zyklus heißt "Einsamkeit." In dem ganzen 24-Lieder Zyklus, trifft der Wanderer nur einen anderen Menschen, der auch wie der Wanderer ist, indem er nicht richtig zu der Gesellschaft zuhört, nämlich den Leiermann. Und dieses Treffen findet eigentlich erst im letzten Lied statt. Die anderen Lieder bestehen aus Erinnerungen und Traümen von seiner Geliebten; alles stellt eine große Sehnsucht nach innerem Frieden dar.
Die Natur, ein zentrales Thema der Romantik, spielt auch eine große Rolle in diesen Gedichten. Der Titel heißt Winterreise und natürlich gibt es denn viele Bilder von dem Winter im Text. In einem der populärsten Lieder, "Der Lindenbaum", No. 5, wird eine Erinnerung von der Zeit als er im Sommer mit seiner Geliebten war, mit diesem besondern Baum verbunden.
Schubert hat viele romantische Ideen durch seine Musik dargestellt. Eine davon ist, daß er sehr schnell vom Dur zu Moll und wieder zurückgeht. Das heißt, er zeigt ein schnelles Wechseln zwischen verschiedenen Stimmungen. Zum Beispiel, im "Lindenbaum" wird die Tonart mit jeder neuen Strophe gewechselt.
Wegen seines Gebrauchs von diesen romantischen Gedichten, und mit seinen eigenen romantischen Ideen in der Musik, wird Schubert von einigen "der Vater des Liedes" genannt. Und die "Winterreise," sein populärster Liederkreis, zeigt wie er das Lied weiter entwickelt hat.
--Heather Hirsch
Die Verbindung von romantischer Literatur und Musik
Die Deutsche romantische Literatur ist ganz eng mit der Musik verbunden. Viele Komponisten haben deutsche romantische Gedichte in ihren Stücken benutzt. Werke von Johann Wolfgang von Goethe waren natürlich besonders beliebte Quellen dafür. Der Komponist Charles Gounod hat eine Oper namens Faust komponiert, in der er die alte deutsche Legende von Faust und das Theaterstück von Goethe als Quellen benutzt hat. Robert Schumann hat mit seiner "Dichterliebe" Lieder zu Heinrich Heines Gedichten geschrieben. Ein zweiter Hinweis, der die enge Verbindung zwischen romantischer Literatur und Musik zeigt, sind die vielen Künstler, die sowohl Musiker wie auch Dichter/Schriftsteller waren. E.T.A. Hoffmann, der hauptsächlich als Schriftsteller berühmt war, war auch der erfolgreiche Opernkomponist von "Undine." Und die Komponisten Carl Maria von Weber, Robert Schumann und Hector Berlioz haben auch akademische Aufsätze geschrieben. Das dritte und vielleicht auch wichtigste Beispiel für diese Verbindung von Kunstgattungen ist Richard Wagner. Wagners Erfindung von sogenannten "Gesamtkunstwerken" (seine Opern) ist das romantische Ideal. Sie sind ein Zusammenfluß von allen Künstarten: sein Text (von den alten deutschen Sagen und Legenden), seine Musik (von Wagner neu komponiert), und das Bühnenbild -- die Inszenierung des Gesamtkunstwerks. Diese drei Teile zeigen die Verbindung von romantischer Literatur und Musik.
--Heather Hirsch
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