Heinrich von Kleist

Wer war Heinrich von Kleist?
Kleist war ein Sohn, ein Soldat, ein Offizier, und ein Intellektueller. Er hat eine Menge Briefe, Dramen, und Erzählungen geschrieben. Vor allem war er aber ein Romantiker. Geboren am 18. Oktober 1777, Kleist lebte 34 Jahre bis er im Jahre 1811 starb. Während seines Lebens reiste er hin und her in Europa, und sein Tod war auch nicht ohne Romantik.
Zeittaffel zum Leben und Werk
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15230 Frankfurt a.d. Oder
Tel. (in Deustchland) 0335-231 85

Es gibt drei
kleine Geschichten in Kleists "Ueber das Marionettentheater."
Religiöse, philosophische, und moralische Gedanken verbinden alle
drei. In allen drei verliert die Hauptperson etwas. In der
ersten Geschichte fragt man was passiert, wenn ein Tänzer einen Teil
seines Körpers verliert (zum Beispiel seine Beine). In der zweiten
verliert man seine Unschuld. In der dritten verliert man einen Fechtkampf.
Alle drei Verlüste sind symbolisch; denn die stellen das Verhältnis
des Künstlers zu seiner Kunst dar.
Hier ist die erste Geschichte besonders wichtig.
Der Mann ohne Beine ist im gewissen Grad ein besserer Tänzer, weil
er seine künstlichen Beine wie die Glieder einer Marionette bewegt.
Diese Bewegungen sind graziös, weil sie unbedacht sind.
Die zweite Geschichte erzählt von einem jungen
Mann, der durch seine Bemerkung über eine künstlerische Haltung
seine Unschuld verliert. Deswegen kann er diese Geste nicht wiederholen.
Wieder ist die unbedachte Haltung graziöser als das bewußte
Verhalten.
In der letzten Geschichte verliert ein Mann den Fechtkampf,
den er mit einem Bären hat. Wieder gibt es nichts, was er in seiner
schwierigen Situation tun kann. Er ist der Unterlegene, trotz seiner
Fähigkeiten als angesehener Fechter. Noch einmal ist die Natur
des Bären der Kunst des Fechters überlegen. Also gibt es
in der dritten kleinen Geschichte, sowie in den anderen zwei , Anspielungen
auf die unbewusste Natur des unschuldigen Lebens.
Die Marionetten, die der Erzähler in diesem Werk
bewundert, werden von einem Menschen wie von Gott kontrolliert und manipuliert.
So wird der unschuldige Mensch auch von einem höheren Wesen--vielleicht
Gott--graziös kontrolliert und manipuliert, wenn er sich frei bewegen
läßt. Kleist zeigt das in seiner Geschichte. Diese drei Geschichten
zeigen, wie die Unschuld ein wesentlicher Teil der Kunst sei, und wie das
Wissen die natürliche Grazie zerstört. Die Menschen, die
von dem Baum der Erkenntnis essen, finden das Leben unnatürlich und
unschön. Sie müssen durch das Erlebnis des Unendlichen den Weg
zu der Unschuld wiederfinden.
--Terry Lusebrink
Heinrich von Kleist beschrieb in Über das Marionettentheather den Tanz einer Marionettenpuppe. Um die Marionetten gut zu regeln, muss der Maschinist sich in den Schwerpunkt der Puppe versetzen. Die Glieder der Puppe können nicht individuell kontrolliert werden -- der Maschinist kann nur den Schwerpunkt der Puppe kontrollieren. Aber wenn der Schwerpunkt manipuliert wird, dann folgen die Glieder. Die sind eine Erweiterung der Marionettenfigur.
Der Maschinist tanzt durch die Figur, dh. die Figur ist auch eine Erweiterung des Maschinisten. Der Künstler wird ein Teil von seiner Kunst. Die Bewegungen der Marionette müssen schon in dem Körper des Maschinisten sein. Ein guter Maschinist ist ein Künstler, der seinen Tanz durch die Marionetten zum Ausdruck bringt.
Der Tänzer, der die Marionetten betrachtet, kann viel von der Kunst der Marionetten lernen. Ein Künstler muß fühlen und sich frei bewegen lassen, nicht die Bewegungen von anderen nachahmen. Bewußtes Nachahmen zerstört die Kunst.
Durch dieses Bild zeigt uns Kleist auch, wie im Prinzip Gott durch die Menschen arbeitet. Die Beziehung zwischen dem Maschinisten und seinen Marionetten repräsentiert zur gleichen Zeit unsere Beziehung mit Gott. Genau wie der Künstler einen Gliedermann bewegt, soeben kann Gott uns "bewegen". Eine Puppe ist so anmutig, weil sie kein Gehirn hat -- sie ist unschuldig, wie Adam und Eva, bevor sie von dem Baum der Erkenntnis gegessen haben. Wenn wir das Marionettentheater sehen, sehen wir die Unschuld der Puppen und die Kunst des Spielers. Die Marionetten scheinen überlegene Tänzer zu sein. Wir sind nicht so graziös wie die Puppen, denn wir haben unsere Unschuld verloren.
Wir können aber mit unseren Herzen die Bewegungen der Marionetten nachempfinden. Und wenn wir es Gott erlauben, uns zu "bewegen," und wir uns nicht bewußt gegen seine Kontrolle wehren, kommen wir wieder in einen Zustand der Unschuld und gewinnen die Grazie eines Gliedermanns.
Dies ist ein ganz schönes Sinnbild für die Beziehung zwischen Menschen und Gott. Wir, die Marionetten, sind nicht nur Puppen, die Gott (der Maschinist) kontrolliert, sondern wir sind eine Erweiterung Gottes.
--Megan James, Ali Lyons, Gregory Jadick, Tara Oandasan.
Kleist: Die Marquise von O
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Romantik in Die Marquise von O
Man kann viele Eigenschaften von der deutschen Romantik in Heinrich von Kleists Die Marquiese von O finden, z.B. eine Verbindung mit der Natur und eine Verbindung mit Gott und dem Himmel aber das wichtigtste in dieser Geschichte ist die Suche.
Während seiner Krankheit, hat Graf F eine Vorstellung von der Marquise von O "immer mit der Votstellung eines Schwans verwechselt." Er hat ihren Namen gerufen, aber der Schwan ist nie näher gekommen. Dieses Beispiel zeigt Graf Fs Sehnsucht nach dem Schwan, der, durch die Verbindung mit der Natur, wirklich die Marquise von O ist. Vorher in seinem Leben hatte er einen Schwan mit Schlamm beworfen. Am Ende des Buches erfährt man, daß der Graf F. die Marquise auch schmählich behandelt hatte. Die Verbindung zwischen der Marquise und dem Schwan ist also ganz eindeutig.
Als die Marquise von O Graf F getroffen hat, "schien er ein Engel des Himmels zu sein, " weil er sie in einer schwierigen Kriegslage gerettet hat. Ihrer Meinung nach war er mit Gott und dem Himmel verbunden. Die Marquise selbst wird mit dem Himmel verbunden, weil sie schwanger ist, ohne zu wissen, wie das ihr passiert ist. Sie ist also wie die heilige Jungfrau.
Die Hauptidee in Die Marquise von O ist die Suche. Graf F will die Marquise heiraten, aber zuerst muß er Hindernisse überwinden. Dies erinnert an Märchen, wo der Held auf die Suche nach einer Braut geht. Die Eltern von der Marquise suchen die Wahrheit über ihre Tochter. Wie kann sie zugleich schwanger und unschuldig sein? Endlich sucht die Marquise den Vater von ihrem ungeborenen Kind.
--Megan James